Wer abends mit dem Bus unterwegs ist, kann sich bei der Rheinbahn näher am eigenen Ziel absetzen lassen. Beim sogenannten „Halt auf Wunsch“ dürfen Fahrgäste zwischen 21 und 6 Uhr auch zwischen den regulären Haltestellen aussteigen. Voraussetzung ist, dass Verkehrsregeln und die Situation vor Ort einen sicheren Halt erlauben.
Das Angebot besteht bereits seit längerer Zeit. Da es nach Angaben der Rheinbahn vielen Fahrgästen nicht bekannt ist, soll es nun mit neuen Aufklebern und Hinweisen in den Bussen stärker beworben werden.
Wunsch am besten beim Einsteigen nennen
Wer den zusätzlichen Halt nutzen möchte, muss die Fahrerin oder den Fahrer ansprechen. Die Rheinbahn empfiehlt, den Wunsch bereits beim Einsteigen oder spätestens eine Haltestelle vor dem gewünschten Ausstieg mitzuteilen.
Der Bus verlässt dafür nicht seine reguläre Strecke. Stattdessen sucht das Fahrpersonal entlang des Linienwegs nach einer geeigneten und möglichst gut beleuchteten Stelle für den Ausstieg. Ob dort tatsächlich gehalten werden kann, hängt von der jeweiligen Verkehrssituation ab.
Angebot gilt für alle Fahrgäste
Der „Halt auf Wunsch“ kann von allen Fahrgästen genutzt werden. Einen besonderen Nutzen sieht die Rheinbahn für Frauen, ältere Menschen und Jugendliche. Kürzere Fußwege sollen vor allem in der Dunkelheit zu einem höheren Sicherheitsgefühl beitragen.
„Für unsere Fahrerinnen und Fahrer ist der Halt auf Wunsch nur ein kurzer Zusatzstopp, für unsere Fahrgäste bedeutet er aber ein echtes Plus an Sicherheit“, erklärt Rheinbahn-Vorstandsvorsitzende Annette Grabbe.
Neue Hinweise in den Bussen
Der Service ist Teil der „Sicherheitsstrategie 2030“ der Rheinbahn. Mit neuen Aufklebern und Informationen in den Fahrzeugen will das Verkehrsunternehmen nun verstärkt auf die Möglichkeit aufmerksam machen.
Wichtig bleibt: Ein Zwischenhalt ist nicht an jeder beliebigen Stelle möglich. Das Fahrpersonal entscheidet anhand der Verkehrs- und Sicherheitslage, wo ein zusätzlicher Ausstieg erfolgen kann.